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Zum Grünen Blatt

Gestern n?tzten wir den letzten Urlaubsnachmittag - wir haben seit letztem Mittwoch frei - zu einem Einkaufsbummel und einem gem?tlichen Abendessen mit Freunden beim Chinesen.

Nachdem knapp vorm Weggehen noch Bofrost kam, um unsere Tiefk?hltruhe wieder mit K?stlichkeiten zu bef?llen, was sehr praktisch ist, wenn man kein Auto hat, mit dem man Einkaufen fahren kann, begaben wir uns schlie?lich mit dem Taxi in die Grazer Innenstadt. Die Fahrt war recht unterhaltsam. Ausgel?st durch Werbung f?r Bodenbel?ge im Radio jammerte der Fahrer dar?ber, da? er eigentlich so gerne den Boden seiner K?che neu machen wolle, aber die meisten Bodenbel?ge getraue er sich nicht zu kaufen, die k?men alle aus China und seien vergiftet. Sowas wolle er nicht in seiner K?che. Und au?erdem sei fr?her sowieso alles besser gewesen ... Da verging die Fahrt recht rasch und wurde zus?tzlich zum Gejammer relativ teuer.

Am Hauptplatz angekommen, war wieder einmal ein Event im Gange. Es d?rfte sich um eine Halloweenveranstaltung gehandelt haben, jedenfalls war der Krach dementsprechend schauerlich. W?re ich allein unterwegs gewesen, h?tte ich durch die laute Musik ziemliche Probleme bekommen, den Platz zu ?berqueren. Unser Weg f?hrte uns in die Franziskanergasse, wo wir als Erstes der Kasstub'n einen Besuch abstatteten. Wir kaufen sehr gerne in den wenigen noch ?brig gebliebenen kleinen Gesch?ften in der Innenstadt ein. Der Vorteil ist, alles ist ?bersichtlich, wir werden bedient und die Verk?uferinnen kennen uns und unsere Einkaufsgewohnheiten und Vorlieben. Bei Frau Inge k?nnen wir nie widerstehen, und kaufen meist mehr, als wir eigentlich wollten, diese gro?e Auswahl an K?se ist einfach verf?hrerisch. Neue K?se d?rfen wir kosten, werden immer gut beraten, wenn wir f?r ein bestimmtes Gericht K?se ben?tigen, wir k?nnen dort auch jausnen, wenn der Stadtspaziergang zu hungrig gemacht hat. Kurzum, wir deckten uns mit verschiedenen Schimmel-, Frisch- und Schnittk?sen ein. Parmesan durfte auch nicht fehlen. Es wurde alles gut eingepackt, damit uns gerade der Parmesan nicht noch den Abend verstinkt. Wir hatten ja schlie?lich noch einiges vor und der "alte" Parmesan entfaltet ganz sch?ne D?fte, wenn ihm warm wird.

Als n?chstes kehrten wir beim Nachbarn ein. Dem einzigen Metzger in Graz, der noch Pferdefleisch verkauft. Dieses Gesch?ft ist eine wahre Fundgrube. Die Sulmtaler H?hner sind ein Gedicht. Es gibt Wild, Pferdewurst, -leberk?se, -Fleisch, das sonst ?bliche Fleischangebot, Fertiggerichte, wie Gulasch, Fleischlaibchen, verschiedenste Kn?del und viiiiiel Gem?se, was der Garten eben gerade hergibt. Auch Marmeladen und sehr gutes Steirisches K?rbiskern?l kann man hier erstehen.

Wir begn?gten uns diesmal mit Endiviensalat - dem ersten in diesem Winter -, den wir heute mit Kartoffeln und abgemacht mit Kern?l,- genie?en werden.

Damit waren unsere geplanten Eink?ufe eigentlich erledigt. Nachdem uns aber noch eine gute halbe Stunde Zeit blieb, bis zum Treffen mit Anni und Edi, gingen wir in den erst k?rzlich umgezogenen Eduscho/Tchibo-Laden. Mitte Oktober ?bersiedelte er in ein wesentlich gr??eres Gesch?ftslokal, und wie es scheint, hat sich das gelohnt. Es herrschte n?mlich Hochbetrieb. Jetzt kann man nicht nur Kaffee trinken, sondern auch Kleinigkeiten wie gef?llte Weckerln dazu essen und muss nicht mehr mit Tasse und Teller in der Gegend herumstehen sondern kann sich gem?tlich hinsetzen. Die akustik in dem Gesch?ft ist aber leider weniger gem?tlich, denn es ist ziemlich hallig. Der Bereich, in dem sie jede Woche etwas Neues verkaufen, ist jetzt viel gr??er. Man kann sich alles in Ruhe anschauen, und es sind auch st?ndig Verk?uferinnen da, die mit R?umen besch?ftigt sind und die man auch mal was fragen kann. Es herrscht eine sehr freundliche, einladende Atmosph?re.

Wir erstanden einen Funkkopfh?rer, durchst?berten das weitere Angebot in aller Ruhe, das von Bettw?sche, Hausschuhen bis zu Mini-Stereo-Anlagen reichte und begaben uns dann schlie?lich wieder in die wie immer volle Herrengasse. Ich wundere mich jedes Mal aufs Neue wie viele Leute Zeit haben, den Nachmittag in der Stadt zu verbringen.

Nachdem immer noch Zeit ?brig war, gingen wir zur Buchhandlung Pock und studierten das Angebot in der Auslage. Wir wurden auf das bevorstehende Mozartjahr eingestimmt, auf Kochb?cher folgte Was den Menschen Krank macht - sehr passend, da vergeht einem das Kochen und Essen gleich wieder. Bis wir uns zu den Krimis durchgek?mpft hatten, war es auch schon Zeit zum ausgemachten Treffpunkt zu gehen.

Anni und Edi kamen auch schon, kaum dass wir dort eintrafen, und wir machten uns auf den Weg zum Gr?nen Blatt, einem der ?ltesten Grazer Chinarestaurants, in der F?rbergasse. Um dem meisten Wirbel auszuweichen, gingen wir durch die Pomeranzengasse, eine sehr enge Gasse, wo fr?her die Menschen ihre W?scheleinen ?ber die Gasse spannten und die Gefangenen zur Hinrichtung am Hauptplatz gef?hrt wurden. Landeten schlie?lich am F?rberplatz, wo seinerzeit die F?rber ihrem Handwerk nachgingen und kehrten schlie?lich beim Chinesen ein. Faszinierend fand ich, dass ungefragt sofort die Braillespeisekarte, die ich vor Ewigkeiten gemacht habe, bereit lag. Und bis auf die Preise, die noch in Schilling angegeben sind, stimmt die Karte immer noch. Dabei ist es garantiert schon zehn, zw?lf Jahre her, dass ich sie gemacht habe. Ich a? wie immer mein Lieblingsgericht, gebratene Nudeln mit H?hnerfleisch. Und w?hrend des guten Essens erz?hlten Anni und Edi sehr unterhaltsam von ihrer Amerikareise. Dar?ber wird es hoffentlich auch bald einen Bericht auf meiner Homepage geben.

Um einige Gramm schwerer, einiges Geld leichter und einige Zeit sp?ter verlie?en wir dann gut gest?rkt und zufrieden das Lokal und machten uns auf den Heimweg.
1.11.05 19:07
 


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