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Besoffen oder was?

Wer kennt das nicht: Da stolpert man in den weiten des Internets ?ber einen soooo guten, saftigen, ?berdr?ber-leckeren Kuchen - so was Guuutes, wie man es noch nie im ganzen Leben gegessen hat - ein Lobgesang l?st den anderen ab, keiner schreibt was von: bei mir hat's nicht geklappt! Und je l?nger man das alles liest, desto gr??er wird der Hunger und die Lust, es auch auszuprobieren. Was bei anderen so gut funktioniert, d?rfte doch eigentlich auch hier kein Problem sein. Die Zubereitung h?rt sich nicht schwierig an, und es ist schlie?lich auch nicht der erste Kuchen.

Als wir schlie?lich zur Tat schreiten, klappt auch alles ganz gro?artig. Eier und Butter schaumig r?hren, Zucker und Vanillezucker dazu, und schon riecht es ganz k?stlich in der K?che. Manchmal schmeckt der Teig besser als das Endergebnis!

Als n?chstes kommt das Mehl-Backpulver-Gemisch dazu. Jetzt schmeckt's nicht mehr. Schade! Und nun machen wir den Kuchen noch betrunken. Er bekommt eine gute Portion Eierlik?r. Oder haben wir da was verwechselt und uns selber zu sehr bedient? Irgend was muss wohl passiert sein. Denn der Fortgang stand unter keinem guten Stern.

Nun wird die Teigmenge geteilt und eine H?lfte in eine Form gef?llt. In die Zweite kommen ein paar L?ffel Nutella. Teig in die Form f?llen. Und ab damit in den Ofen. Vorgegeben waren 175 Grad und 1 1/4 Stunden Backzeit, was mir sehr lang erschien.

Schon bald begann es k?stlich in der Wohnung zu duften. Das liebe ich am Allermeisten am Backen. Doch allzu bald roch es - ja, was wohl? - verbrannt! Zuerst dachte ich, das l?ge daran, dass vielleicht ein wenig Teig au?en an der Form kleben geblieben war. Das kann beim Einf?llen schon passieren. Es war gerade eine halbe Stunde der Backzeit vorbei und der Kuchen erst sch?n aufgegangen. Fertig konnte der eigentlich noch nicht sein. Schlie?lich ?ffnete Falk dann doch das Rohr, um sich das Ganze n?her anzusehen. Er zog den Rost mit der Form ein St?ck heraus und ... als n?chstes h?rte ich nur Gepoltere und Geschimpfe aus der K?che. Was war passiert? Der Kuchen kippte doch glatt vom Rost nach hinten ins Rohr. Da drin lag er nun, und es war gar nicht so einfach, die volle und sehr hei?e Kuchenform samt Inhalt da wieder rauszukriegen. Er muss wohl wirklich betrunken gewesen sein. Sowas ist mir ja noch nie passiert! Beim Herausheben kotzte er dann gleich auch noch ins Rohr und lie? dort seinen halben Oberteil zur?ck. Prima, auch das noch! Tats?chlich war er oben schon angebrannt und innen noch total teigig.

Nachdem die Schweinerei im Ofen beseitigt war, kam ?der Rest? wieder ins Rohr, die Temperatur wurde reduziert und der Kuchen mit Alufolie abgedeckt. Kaum zu glauben, aber das Ergebnis ist sogar noch ganz gut geworden.
Petra am 10.11.05 08:30


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Podcatcher für Blinde und Sehbehinderte

Immer wieder ist das Empfangen und Abspielen von Podcasts in den diversen Mailinglisten f?r Blinde und Sehbehinderte ein Thema. Itunes war bis vor kurzem nicht bedienbar und soweit mir bekannt ist, gibt es auch jetzt nur f?r den Screen Reader Jaws ein kostenpflichtiges Script, womit auch nicht alle M?glichkeiten gen?tzt werden k?nnen.

Ich verwende Ipodder. Das Programm ist kostenlos, kann auf Deutsch umgestellt werden und ist mit Jaws auch ohne Scripts gut bedienbar.

Gestern las ich auch von einem weiteren Podcatcher f?r Sehbehinderte, der besonders kontrastreich sein soll und bei dem man auch die Schrift vergr??ern kann. Das Programm nennt sich @podder und kann bis jetzt nur Englisch. Ich habe es noch nicht getestet. Aber vielleicht hat ja jemand schon Erfahrungen damit und Lust, einen Kommentar zu schreiben.

Auch mit Winamp 5.x ist es m?glich, Podcasts zu abonnieren und abzuspielen. Leider ist das Anzeigefenster sehr klein, sodass die Feed- und Schlagzeilentitel abgeschnitten werden. Dadurch ist es meiner Meinung nach etwas un?bersichtlich.
Petra am 5.11.05 13:19


Amerikanisch chemisch

Durch einen Irrtum bekam ein Arbeitskollege vor kurzem eine Backmischung f?r Schoko-Murffins. Nachdem er keine Backlust versp?rte, sich sehr wohl aber gerne die Muffins einverleibt h?tte und wusste, dass wir gerne backen, landeten die Muffins bei uns.

Heute nun fand sich die Zeit, die Mischung auszuprobieren. In der Schachtel befanden sich drei Beutel. Einer mit kakaohaltiger Fettglasur - oh wie k?stlich sich das doch anh?rt - die Teigmischung sowie Schokotr?pfchen. Zur Teigmischung gibt man in eine Sch?ssel 50 g Butter, ein Ei und 120 ml Wasser. mixt das Ganze kurz durch, sch?ttet die Schokotr?pfchen dazu, r?hrt um, f?llt die Mischung in Papierf?rmchen und ab damit ins Backrohr.
Schon bald roch es k?stlich nach Schokolade. Nach 15 Minuten rochen die Muffins, als w?ren sie fertig. Raus aus der warmen Stube, aufs Kuchengitter zum Abk?hlen und dann kam das T?pfchen auf dem I. Die gute kakaohaltige Fettglasur. Und fertig waren sie, die echt amerikanischen Schokomuffins. Wie sie schmecken? Tja, echt amerikanisch: chemisch, aber sehr locker, das muss man ihnen lassen.
Petra am 1.11.05 19:32


Zum Grünen Blatt

Gestern n?tzten wir den letzten Urlaubsnachmittag - wir haben seit letztem Mittwoch frei - zu einem Einkaufsbummel und einem gem?tlichen Abendessen mit Freunden beim Chinesen.

Nachdem knapp vorm Weggehen noch Bofrost kam, um unsere Tiefk?hltruhe wieder mit K?stlichkeiten zu bef?llen, was sehr praktisch ist, wenn man kein Auto hat, mit dem man Einkaufen fahren kann, begaben wir uns schlie?lich mit dem Taxi in die Grazer Innenstadt. Die Fahrt war recht unterhaltsam. Ausgel?st durch Werbung f?r Bodenbel?ge im Radio jammerte der Fahrer dar?ber, da? er eigentlich so gerne den Boden seiner K?che neu machen wolle, aber die meisten Bodenbel?ge getraue er sich nicht zu kaufen, die k?men alle aus China und seien vergiftet. Sowas wolle er nicht in seiner K?che. Und au?erdem sei fr?her sowieso alles besser gewesen ... Da verging die Fahrt recht rasch und wurde zus?tzlich zum Gejammer relativ teuer.

Am Hauptplatz angekommen, war wieder einmal ein Event im Gange. Es d?rfte sich um eine Halloweenveranstaltung gehandelt haben, jedenfalls war der Krach dementsprechend schauerlich. W?re ich allein unterwegs gewesen, h?tte ich durch die laute Musik ziemliche Probleme bekommen, den Platz zu ?berqueren. Unser Weg f?hrte uns in die Franziskanergasse, wo wir als Erstes der Kasstub'n einen Besuch abstatteten. Wir kaufen sehr gerne in den wenigen noch ?brig gebliebenen kleinen Gesch?ften in der Innenstadt ein. Der Vorteil ist, alles ist ?bersichtlich, wir werden bedient und die Verk?uferinnen kennen uns und unsere Einkaufsgewohnheiten und Vorlieben. Bei Frau Inge k?nnen wir nie widerstehen, und kaufen meist mehr, als wir eigentlich wollten, diese gro?e Auswahl an K?se ist einfach verf?hrerisch. Neue K?se d?rfen wir kosten, werden immer gut beraten, wenn wir f?r ein bestimmtes Gericht K?se ben?tigen, wir k?nnen dort auch jausnen, wenn der Stadtspaziergang zu hungrig gemacht hat. Kurzum, wir deckten uns mit verschiedenen Schimmel-, Frisch- und Schnittk?sen ein. Parmesan durfte auch nicht fehlen. Es wurde alles gut eingepackt, damit uns gerade der Parmesan nicht noch den Abend verstinkt. Wir hatten ja schlie?lich noch einiges vor und der "alte" Parmesan entfaltet ganz sch?ne D?fte, wenn ihm warm wird.

Als n?chstes kehrten wir beim Nachbarn ein. Dem einzigen Metzger in Graz, der noch Pferdefleisch verkauft. Dieses Gesch?ft ist eine wahre Fundgrube. Die Sulmtaler H?hner sind ein Gedicht. Es gibt Wild, Pferdewurst, -leberk?se, -Fleisch, das sonst ?bliche Fleischangebot, Fertiggerichte, wie Gulasch, Fleischlaibchen, verschiedenste Kn?del und viiiiiel Gem?se, was der Garten eben gerade hergibt. Auch Marmeladen und sehr gutes Steirisches K?rbiskern?l kann man hier erstehen.

Wir begn?gten uns diesmal mit Endiviensalat - dem ersten in diesem Winter -, den wir heute mit Kartoffeln und abgemacht mit Kern?l,- genie?en werden.

Damit waren unsere geplanten Eink?ufe eigentlich erledigt. Nachdem uns aber noch eine gute halbe Stunde Zeit blieb, bis zum Treffen mit Anni und Edi, gingen wir in den erst k?rzlich umgezogenen Eduscho/Tchibo-Laden. Mitte Oktober ?bersiedelte er in ein wesentlich gr??eres Gesch?ftslokal, und wie es scheint, hat sich das gelohnt. Es herrschte n?mlich Hochbetrieb. Jetzt kann man nicht nur Kaffee trinken, sondern auch Kleinigkeiten wie gef?llte Weckerln dazu essen und muss nicht mehr mit Tasse und Teller in der Gegend herumstehen sondern kann sich gem?tlich hinsetzen. Die akustik in dem Gesch?ft ist aber leider weniger gem?tlich, denn es ist ziemlich hallig. Der Bereich, in dem sie jede Woche etwas Neues verkaufen, ist jetzt viel gr??er. Man kann sich alles in Ruhe anschauen, und es sind auch st?ndig Verk?uferinnen da, die mit R?umen besch?ftigt sind und die man auch mal was fragen kann. Es herrscht eine sehr freundliche, einladende Atmosph?re.

Wir erstanden einen Funkkopfh?rer, durchst?berten das weitere Angebot in aller Ruhe, das von Bettw?sche, Hausschuhen bis zu Mini-Stereo-Anlagen reichte und begaben uns dann schlie?lich wieder in die wie immer volle Herrengasse. Ich wundere mich jedes Mal aufs Neue wie viele Leute Zeit haben, den Nachmittag in der Stadt zu verbringen.

Nachdem immer noch Zeit ?brig war, gingen wir zur Buchhandlung Pock und studierten das Angebot in der Auslage. Wir wurden auf das bevorstehende Mozartjahr eingestimmt, auf Kochb?cher folgte Was den Menschen Krank macht - sehr passend, da vergeht einem das Kochen und Essen gleich wieder. Bis wir uns zu den Krimis durchgek?mpft hatten, war es auch schon Zeit zum ausgemachten Treffpunkt zu gehen.

Anni und Edi kamen auch schon, kaum dass wir dort eintrafen, und wir machten uns auf den Weg zum Gr?nen Blatt, einem der ?ltesten Grazer Chinarestaurants, in der F?rbergasse. Um dem meisten Wirbel auszuweichen, gingen wir durch die Pomeranzengasse, eine sehr enge Gasse, wo fr?her die Menschen ihre W?scheleinen ?ber die Gasse spannten und die Gefangenen zur Hinrichtung am Hauptplatz gef?hrt wurden. Landeten schlie?lich am F?rberplatz, wo seinerzeit die F?rber ihrem Handwerk nachgingen und kehrten schlie?lich beim Chinesen ein. Faszinierend fand ich, dass ungefragt sofort die Braillespeisekarte, die ich vor Ewigkeiten gemacht habe, bereit lag. Und bis auf die Preise, die noch in Schilling angegeben sind, stimmt die Karte immer noch. Dabei ist es garantiert schon zehn, zw?lf Jahre her, dass ich sie gemacht habe. Ich a? wie immer mein Lieblingsgericht, gebratene Nudeln mit H?hnerfleisch. Und w?hrend des guten Essens erz?hlten Anni und Edi sehr unterhaltsam von ihrer Amerikareise. Dar?ber wird es hoffentlich auch bald einen Bericht auf meiner Homepage geben.

Um einige Gramm schwerer, einiges Geld leichter und einige Zeit sp?ter verlie?en wir dann gut gest?rkt und zufrieden das Lokal und machten uns auf den Heimweg.
Petra am 1.11.05 19:07


Sehr aufmerksam

Die Grazer Taxifahrer sind wirklich sehr hilfsbereit und freundlich. Die meisten springen dienstbeflissen aus dem Taxi, um einem die T?r zu ?ffnen, was ?brigens sehr hilfreich ist, weil man oft gar nicht wei?, dass das Auto, das gerade vor einem h?lt, auch das bestellte Taxi ist, man den T?rgriff erst suchen m?sste und dabei gleich das Taxi putzt. Sie r?cken den Sitz zurecht, manche gurten mich auch an, obwohl ich das selber meist viel leichter erledigen k?nnte und es auch unaufgefordert im eigenen Interesse immer tue. Kurzum, sie achten immer darauf, dass man es sch?n bequem hat.

Die Fahrt verl?uft dann nicht immer so gem?tlich, das h?ngt ganz davon ab, ob man es mit einem Rennfahrer oder w?tigen Brems-Beschleunigungs-Genie zu tun hat.

Am Ende der Reise, nach dem Bezahlen der Rechnung, kaum dass ich mein Geld verr?umen kann, springen viele aus dem Auto, um einem die T?r zu ?ffnen, was sehr freundlich ist, aber auch durchaus selber bew?ltigbar w?re. Und dann ... Tja, dann steht man mitten auf der Gasse und hat keine Ahnung, wo sich der gew?nschte Hauseingang befindet. Da ist dann wirklich Hilfe n?tig und wenn man "Gl?ck" hat, der freundliche Taxifahrer schon verschwunden. Ich kann meist schon beim Aussteigen, durch leichtes Klopfen mit der Stockspitze auf den Boden feststellen, ob wir direkt vor meinem Eingang parken. Denn es handelt sich um eine breite Einfahrt, die offen ist und das kann man akustisch gut h?ren. Heute war da weit und breit nix zu h?ren, hinter mir war nur viel L?rm um nichts von den verschiedensten Zustellern, die das Feinkostgesch?ft nebenan beliefern. Jeder stellt irgendeine andere Kleinigkeit zu und macht dabei ziemlich viel L?rm. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, wirklich vor dem gew?nschten Eingang zu landen, weil es viel zu laut und alles vollgestellt ist. Die meisten Taxifahrer wissen zum Gl?ck mittlerweile, dass ich wirklich "vor der T?r" meine, wenn ich vor dem Aussteigen danach frage, wo wir uns befinden und nicht zwei H?user eher, wie heute Morgen. Der Fahrer meinte zwar der Eingang sei "da vorne", aber wo ist denn blo? "da vorne"? Er hat mich dann ?brigens bis zum Eingang begleitet und mir das Suchen erspart.
Petra am 21.10.05 07:50


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